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Wodka heute

Wodka zählt man heute zu den beliebtesten Branntweinen der Welt.

Während Wodka z.B. in Polen oder Russland schon länger als beliebter Trinkalkohol bekannt war, kam er in den westlichen Ländern erst Ende der 1930er Jahren in Mode.

Zunächst kam der „neue“ Branntwein in den USA in Mode, wobei John G. Martin mit seinem Smirnoff-Wodka die Pionierrolle übernahm. Wodka konnte hier zu Lande vor allem deswegen  immer mehr Erfolg verzeichnen, weil er eine ideale Basis für diverse Mischgetränke darstellte. Aus diesem Grunde war man damals der Meinung, Wodka sollte möglichst rein, vielseitig und von neutralem Geschmack sein. Man degradierte den Wodka also zu einer reinen Basis für Mischgetränke.
Der eigentlich „Chrakter„ des ursprünglichen Wodka ging dabei leider verloren.

In den letzten Jahren zeichnete sich ein deutlicher Gesinnungswandel ab. Man hat die alten Prinzipien Reinheit, Vielseitigkeit und neutralen Geschmack über Bord geworfen und entdeckte Wodka als eigenständiges Getränk.
Endlich kam die Erkenntnis, dass nicht alle Wodka gleich im Geschmack sind, sondern das jeder Wodka seinen eigenen, ganz speziellen „Charakter“ besitzt.
Man trank Wodka jetzt nicht nur in Cocktails, sondern auch pur und eisgekühlt, wobei man die geschmackliche Vielfalt des Getränkes entdeckte.

Die Degradation des Wodka zu der reinen Basis von Mischgetränken war aufgehoben, der Schritt zum eigenständigen Getränk war geschafft.
Nun, da man auf den „Charakter“ eines Wodka Wert legte, setzte man auch neue Akzente und entwickelte neue Ansprüche an den Branntwein. Der Wodka sollte nicht mehr möglichst neutral schmecken, sondern es war ein spezieller, hochqualitativer Geschmack  gefragt. Dieser Trend zum Wodka hat sich über die Grenzen der USA hinweg auch auf die anderen westlichen Länder ausgebreitet. Auch in Deutschland kann Wodka als eigentständiges Getränk eine immer höhere Erfolgsrate verzeichnen.

In den Ursprungsländern des Wodka, z.B. Russland oder Polen, ist die Tendenz jedoch rückläufig. Wodka hat sich in diesen Ländern mit der Zeit zu einem typischen Konsumgut entwickelt und verliert zunehmend an Popularität. Er gilt dort teilweise schon als „altmodisches“ Getränk. Dabei haben in diesen Ländern die nationalen Marken in besonderm Maße mit dem Image-Verlust zu kämpfen.
Westliche Marken jedoch gelten dort als „modern“ und genießen immer höheres Ansehen.