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Was haben Bier und Halloween gemeinsam?

WAS HABEN BIER UND HALLOWEEN GEMEINSAM?

Na, auf den ersten Blick ins supermärktliche Dekoregal – nichts? Klar, weder die Herkunft noch die Traditionen rund um beide Themen weisen auf den ersten Blick deutliche Schnittmengen auf. Doch das Vodkahaus geht gerne ins Detail und mittels diesem springt dem Betrachter eine amüsante Verbindung direkt ins Auge.

 

ERSTMAL ZURÜCK INS MITTELALTER

Die Erfindung des Bieres lag schon in weiter Vergangenheit. Sumerer, Ägypter, Kelten und Germanen labten sich bereits am "flüssigen Brot", da wurde die vergorene Getreidebrühe immer noch als tägliches Lebensmittel für die ganze Familie eingesetzt. Obwohl noch weit vom Reinheitsgebot entfernt, war das gebraute, und damit sterilisierte Getränk gesundheitlich von höherer Qualität als das damalige Wasser und hatte weniger Alkoholanteil als heutzutage. Parallel verfeinerten und verstärkten die Mönche und Nonnen in den Klöstern das Gebräu als stärkende Flüssignahrung während ihrer Fastenzeiten. Für das Bier brauen im normalbäuerlich-bürgerlichen Hausgebrauch waren damals jedoch vorwiegend die Frauen zuständig. Oft gehörte ein Braukessel zur Aussteuer, nach dem Backtag wurde gleich noch gebraut und in völliger Unkenntnis der Chemie die restlichen Hefespuren der Küche mitverwertet. Nicht selten wurden unter den Nachbarinnen auch Treffen mit den eigenen Bierkreationen abgehalten, sogenannte Bierkränzchen, die Vorläufer der Kaffeekränzchen. Heute back ich, morgen brau ich - erklang es sogar aus der Märchenwelt. 

Schon eine Ahnung in welche Richtung es geht? Wenn nicht, kein Problem. Richten wir unseren Blick fort aus dem deutschen Märchenwald hin zur angelsächsische Nachbarinsel.

 

DIE MITTELALTERLICHE BIERBAUERSZENE IN BRITANNIEN

Auch diese wurde über Jahrhunderte von den Frauen dominiert. Hier spezialisierten sich die sogenannten ALE-WIFES auf das kommerzielle Brauen und den Verkauf von Bier. Sie verkauften es in kleinen Trinkstuben in ihrem Haus oder auf dem Markt. Zum Zeichen, dass frischgebraute Ware verfügbar war, hängten sie eine Art Besen, einen immergrünen Büschel an einem Stock, über die Tür. Sehr wahrscheinlich strich mindestens eine Katze durch das Haus, um das Getreide vor den Mäusen zu schützen. Im Marktgedränge machten die Brauweiber mit hohen dunklen Hüten auf sich aufmerksam, welche eine breite Krempe hatten und nach oben konisch schmaler wurden. Ihre Rezepte für das Bier beinhalteten neben Getreide und Wasser auch verschiedene Kräuter, wie Wacholder, Schlehe, Kümmel, Anis, Lorbeer, sogar Stechapfel oder Bilsenkraut, zur Aromatisierung und Wirkungsverstärkung. Diese konnten bei unvorsichtigem Umgang auch halluzinatorische Wirkung haben. Generell konnte beim Brauen und der Lagerung des Bieres einiges schiefgehen, was dann Wirkung auf den späteren Genießer hatte. Das Wissen um die chemischen Vorgänge lag noch in der Zukunft.

Diese Geschäftstätigkeit  rund um das Ale war beliebt zur Aufbesserung der Familienkasse oder als Möglichkeit zur finanziellen Unabhängigkeit. Sowohl unverheiratete als auch verheiratete Frauen ergriffen diese Gelegenheit, was sie für die damalige Gesellschaft suspekt machte. Undankbare Kunden, Konkurrenten und, last but not least, die Kirche fanden allerhand zu kritisieren und schlecht zu machen.

Die Ale-Wifes bekamen einen zunehmend katastrophalen Ruf und galten als verschlagen, betrügerisch und hässlich. Manche unglücklichen Entwicklungen wurden ihren Gebräuen und damit ihnen, den Bierhexen, angelastet. 

Nach den Pestzeiten wandelte sich die Gesellschaft. Bessere Verfügbarkeit der Rohstoffe, Wohlstand und Wissen machten das Bierbrauen zunehmend kommerziell interessant und damit zum männlichen Tätigkeitsfeld. Die Ale-Wifes verschwanden ersteinmal im Dunkel der Geschichte. Nur ein Echo dieses Berufstands in Gemälden, Geschichten und Gedichten überdauerte Jahrhunderte.

 

ZU HALLOWEEN KOMMEN SIE WIEDER: KESSEL, BESEN, SPITZHUT UND KATZE

Dazu eine mittelalterlich gekleidete Frau mit Einfluss auf einen verbreiteten Trank und damit auf das Wohlergehen der Abnehmer - wen erkennen wir da? Genau, die heute auch aus Hollywood allseits bekannte Hexe, ein treues Mitglied der Halloweenszene. Die Verbindung der Ale-Wifes mit dem Bild der spitzhütigen Halloween-Hexe ist zwar nicht komplett wissenschaftlich belegt, aber dafür ziemlich auffällig. Damit kennen wir auch den korrekten Inhalt ihres Kessels. Anstelle eines Zaubertranks sollte sie keine Kürbissuppe kredenzen, sondern zünftiges Craft-Bier ausschenken.

 

Halloween

Tags: Fachwissen
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